Team-interview: Johanna

 Creapolis
Johanna ist bei uns seit August 2019 Eventmanagerin als Elternzeitvertretung. Ab September zieht Johanna wieder in Richtung ihrer Heimat in Unterfranken. Grund genug, um nochmal schnell ein Teaminterview abzugreifen, denn gerade die Stelle als Eventmanagerin war im Pandemie-Jahr alles andere als einfach … 

Was sind deine Aufgaben bei CREAPOLIS?

Wie mein Jobtitel schon verrät, organisiere ich alle unsere Veranstaltungen - von Führungen über Vortragsveranstaltungen bis hin zu Abendevents oder Messeauftritten. Nach der Konzeption der Veranstaltung geht es an die Planung und Umsetzung, wo ich von meiner stillen Schreibtischarbeit weg gehe und sehr viel abstimmen und kommunizieren muss, damit jeder weiß, was zu tun ist. Ich telefoniere daher oft, schreibe viele Mails oder bin in einer Besprechung. Natürlich gehört die Durchführung der Veranstaltungen auch zu meinen Aufgaben, im letzten Jahr hauptsächlich online.

Wie war für dich die pandemiebedingte Umstellung auf Online-Veranstaltungen und was war am schwierigsten?

Vielleicht nicht das Schwierigste, aber das Traurigste war die Absage von „Signed, Sealed, Delivered“, dem Professoren-Pitch der Hochschule Coburg im März 2020. Wir hatten 70 Anmeldungen. Alles war vorbereitet: Ablauf, Referentinnen und Referenten, Catering und auch einen DJ hatten wir schon an der Angel. Ich bin damals optimistisch ins Wochenende gegangen und ab Montag wollten wir aufbauen – tja, dann kam Corona.

Das vielleicht Schwierigste war, nach dem Beginn der Pandemie, ins „Machen“ zu kommen. (Eigentlich ja unser Steckenpferd 😉) Zum einen mussten wir herausfinden, wie unsere Veranstaltungen, die sonst von Begegnungen und persönlichem Austausch leben, online funktionieren. Zum anderen dachten wir, wir verschieben einfach alles um ein paar Wochen und dann geht es weiter. Dem war nicht so.

Durch den Besuch vieler Online-Veranstaltungen und ein paar Webinare später konnte ich unsere Veranstaltungen so anpassen, dass sie online funktionieren und sogar neue Veranstaltungen, wie zum Beispiel das virtuelle Maker Meetup, einführen.

Gab es auch Erfolgsgeschichten oder unerwartet positive Online-Veranstaltung, die vor Ort vielleicht gar nicht so gut funktioniert hätten?

Das eben erwähnte Maker Meetup ist definitiv eine Erfolgsgeschichte. Ein lockeres Treffen, bei dem einige Maker online ihre aktuellen Projekte vorstellen und andere Teilnehmende Fragen stellen oder Tipps geben können. Ich war unsicher, ob über unser Tool „Zoom“ tatsächlich Gespräche zustande kommen, aber es funktioniert. Wir haben konstante Anmeldezahlen und mittlerweile viele Meldungen von Makern, die ihr Projekt vorstellen möchten. Diese Veranstaltung funktioniert offline bestimmt noch besser, weil die Teilnehmenden sich so persönlicher kennen lernen könnten, aber der Online-Erfolg freut mich sehr.

Eine Erfolgsgeschichte, die nur online in dieser Form möglich war, war #coburgcontracorona. Nach dem Vorbild von #wirvsvirus haben wir im April 2020 in kürzester Zeit einen digitalen Ideen-Marathon für Coburg und Region auf die Beine gestellt. Neben dem unglaublichen Engagement der Teilnehmenden hat mich begeistert, wie viel ich selbst gelernt habe. Verena, unserer Netzwerk- und Projektmanagerin und ich waren für die Organisation und Durchführung verantwortlich. Gefühlt haben wir wochenlang an nichts anderem gearbeitet. Die Konzentration auf ein neues Thema, der Kontakt mit vielen Unterstützern und die Einarbeitung in digitale Collaboration-Tools war sehr lehrreich und hat viel Spaß gemacht.

Welche Veranstaltung ist für dich am besten in Erinnerung geblieben und warum?

Obwohl oder gerade weil so lange schon keine Live-Veranstaltungen möglich sind, fallen mir spontan zwei Feiern auf unserem Hof ein: Die Semester Opening Party zum Wintersemester 2019 und Hello Christmas, unsere Weihnachtsfeier zusammen mit Zukunft.Coburg.Digital im Dezember 2019. Es herrschte beide Male so viel Leben auf dem Hof, das war herrlich. Außerdem mag ich das Gefühl, wenn die Veranstaltung schon ein paar Stunden läuft und man merkt, dass sich Arbeit gelohnt hat: alles funktioniert und die Besucherinnen und Besucher haben Spaß.

Aber auch viele Online Veranstaltungen bleiben mir in guter Erinnerung. Durch die Kombination der vielen verschiedenen Kompetenzen bei uns im Team, finde ich, liefern wir sehr professionelle Events ab, ganz ohne die Unterstützung eines Technikunternehmens.

Was nimmst du mit aus deiner Zeit bei CREAPOLIS?

Kompetenzen im Organisieren von Online-Events. Das habe ich nicht erwartet, als ich im August 2019 bei CREAPOLIS angefangen habe. Generell kann ich sagen, auch wenn es platt klingt, dass ich persönlich und fachlich sehr viel mitnehme. Durch meine Arbeit hatte ich sehr viel mit Studis, Professorinnen und Professoren, anderen Kollegen an der Hochschule sowie externen Dienstleistern und Kooperationspartnern zu tun. Bei so einer Diversität kann man nur lernen.

Und ich kann einen Lasercutter, 3D-Drucker, Schneidplotter und eine Transferpresse bedienen. Das ist ja wohl das Beste! 😉

Hand auf’s Herz: Was wirst du am meisten bei CREAPOLIS vermissen?

Wie oben schon beschrieben: Die Begegnungen mit sehr verschiedenen, immer spannenden Menschen. Das trifft auch auf unser Team zu. Wir sind alle so unterschiedlich und trotzdem, oder gerade deswegen, funktioniert die Zusammenarbeit so gut. Jeder bringt andere Ideen ein. Diese Kreativität werde ich vermissen.

Und meinen kurzen Arbeitsweg: Von 5 Minuten zu Fuß, erhöhe ich leider auf 40 Minuten Autofahrt.

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