Der Ort

Heute

Im Herbst 2018 sind wir ins Erdgeschoss der ehemaligen Direktoren-Villa am alten Coburger Schlachthof (Schlachthofstr. 1) eingezogen. Die Hochschule Coburg ist damit wieder ein Stück näher an die Innenstadt herangerückt und trägt ganz wesentlich zur Entwicklung des Schlachthofareals bei. Hier befinden sich nicht nur unsere Büros, sondern auch der Makerspace - mit allem, was das Bastler-Herz begehrt.

Im Obergeschoss sitzen unsere Kollegen von Zukunft.Coburg.Digital mit dem digitalen Gründerzentrum und betreiben einen Coworkingspace. Beste Bedingungen also für kreatives Arbeiten am Schlachthof.

Der Außenraum dient als Experimentierfeld der Hochschule und hier ist einiges los. Spannende Versuchsaufbauten zu Energieeffizienz, Aquaponik und die Aktionsplastik Ruhender Verkehr konnten auf dem Gelände realisiert werden. Mit der Albert´s Connection erhöhten Studierender der Hochschule Coburg und Manchester durch räumliche Installationen die Aufenthaltsqualität im Außenraum. Eine Open Gallery zeigt Graffiti der lokalen Szene, ein Basketballkorb lädt zum Körbe werfen ein und an der Radstation kann das Fahrrad fitgemacht werden.

Morgen

Voraussichtlich im Frühjahr 2022 werden wir in die gegenüberliegende Kühlhalle einziehen. Dort können wir unsere Werkstätten vergrößern, um noch mehr Platz zum kreativen Basteln und Tüfteln zu schaffen. Außerdem bietet der großen Raum im Erdgeschoss der Halle die Möglichkeit, größere Events durchzuführen. Der Ausbau der Kühlhalle, der durch die Stadt Coburg finanziert wird, stellt den nächster Schritt auf dem Weg des Wandels von einem Industrieareal zu einem Ort des Wissens und des Austausches dar. 


Impressionen aus der Kühlhalle vor der Renovierung:

Virtueller Rundgang durch die historische Kühlhalle

Da aktuell und während der Bauphase kein Einblick in die Kühlhalle möglich ist, haben wir mit Hilfe des mixedrealitylabs der Hochschule Coburg einen digitalen Rundgang erstellt. 

Gestern

Erbaut wurde der Schlachthof um 1880 vor den Toren der Stadt. Die Anlage aus Verwaltungsgebäuden und Hallen entlang der Schlachthofstraße, sicherte zusammen mit dem Güterbahnhof und der Heizzentrale für mehr als ein Jahrhundert Versorgungsfunktionen in Coburg und der Region. Um die Kapazität des Betriebs zu erhöhen, wurde das Ensemble kontinuierlich erweitert und umgebaut. Die Kühlhalle an der Itz sowie ein Eingangsportal prägten das Erscheinungsbild. Neben der Direktorenvilla und der Kühlhalle, dienen eine Fleischhalle und ein Verwaltungsgebäude als bauliche Zeugnisse der industriellen Nutzung.

Der alte Schlachthof:

nicht mehr / noch nicht

Nach der Schließung des Schlachtbetriebes 2013, entdeckte die Fakultät Design die Potentiale des Ortes. Während dem design.campus open verpackten Studierende die Villa, ließen Blumen blühen, schafften neue Zugänge, haben zum Open-Air Kinos eingeladen und Sport im Hof getrieben. Die Installation erzeugten Überraschungsmomente in der Stadt, um auf die atmosphärischen und räumlichen Qualitäten des Leerstandes aufmerksam zu machen und einen angemesseneren Umgang mit dem Bestand aufzuzeigen.