Einblicke in die 
Zukunfts­werkstatt

 Zukunftswerkstatt

In acht digitalen Werkstätten beschäftigen sich unterschiedliche Akteursgruppen mit dem ehemaligen Güterbahnhof- und Schlachthofareal um an Ideen für die Entwicklung des Prinz-Albert-Campus zu arbeiten. Zusammen wird die Vergangenheit des Geländes reflektiert, ein mutiger Blick in die Zukunft geworfen und zuletzt an Umsetzungsstrategien gefeilt. In dem Beitrag sind kurze Zusammenfassungen der bereits durchgeführten Werkstätten zu finden sowie die digitalen Boards, die fleißig kommentiert werden können. Einen ausführlichen Bericht gibt’s im Finale am 7. Juni 2021 – nicht verpassen! 

Information

Einen ausführliche Bericht über die Zukunftswerkstatt Prinz-Albert-Campus findet im digitalen Finale am 7. Juni statt. Jetzt anmelden!

INFOS UND ANMELDUNG

WERKSTATT STUDIERENDE
Voller Neugierde und Motivation starten zahlreiche Studierenden am 14.04. in die erste Werkstatt. In der Phase der Reflexion hat sich gezeigt, dass in der Vergangenheit insbesondere die Designtage und Lehrveranstaltungen im Studium als Türöffner auf das Areal fungierten und die raue robuste Atmosphäre auf dem Areal sehr geschätzt wird. Gleichzeitig haben die Studierenden auf fehlende Nutzungen verwiesen, um sich dort im Alltag aufzuhalten. Eine Sammlung vieler unterschiedlicher Bausteine für den neuen Campus erstellten die Teilnehmenden in der Phase der Vision und arbeiteten an einer Auswahl an der Umsetzung weiter. Der Freiraum spielt in den Überlegungen der Teilnehmenden eine wichtige Rolle, sowohl langfristig geplant als auch sehr kurzfristig, während der Pandemie aktiviert. Als Bausteine wurde z.B. ein Vorlesungsraum im Freien diskutiert. Großer Anklang fand auch die Idee eine Co-Thinking Spaces als Begegnungsort zwischen Stadtgesellschaft und Hochschule. Besonders erfreulich für die weitere Entwicklung ist das hohe Engagement, das von den Studierenden für die Entwicklungen des Ortes ausgesprochen wurde. Darauf gilt es aufzubauen!

Board Studierende


WERKSTATT MITARBEITENDE UND PROFESSORINNEN
Sehr interdisziplinär haben die Teilnehmenden in der nächsten hochschulinternen Werkstatt mit Mitarbeitenden und Professorinnen an der Aufgabe weitergedacht. In der Phase der Reflexion wurde leicht frustriert angemerkt, dass bis jetzt wenig Maßnahmen der Planungen umgesetzt worden sind. Die Kritik wurde in der Phase der Vision aufgegriffen und von den Teilnehmenden wurden vor allem im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung des Standorts zahlreiche Vorschläge erarbeitet. Als Ideen wurden unter anderem Lernorte für Studierende und ein Forschungszentrum vorgeschlagen, eine Ausstellungsfläche für die Hochschule sowie Hochschulgärten zur Forschung, Bildung und Versorgung eingebracht. Auch haben die Teilnehmenden Bausteine zu Forschungen und Wohnen auf Zeit, ein Eventort und das Thema Erholung rege diskutiert. Neue Allianzen und Finanzierungsideen konnten in der Phase der Umsetzung thematisiert werden, um eine lebendigen Ort mit Funktionen für die Hochschule aber auch die Stadtgesellschaft entstehen zu lassen. Viele Teilnehmende sind interessiert an der weiteren Entwicklung auf dem Areal aktiv mitzuwirken - klasse!

Board Mitarbeitende und Professorinnen


WERKSTATT SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER
Ein P-Seminars des Coburger Gymansiums Ernestinum war in der Werkstatt aktiv, um die Sicht von Jugendlichen und Studierende von Morgen auf die Entwicklungen einzubringen. In der Phase der Reflexion wurde deutlich, dass die Teilnehmenden das Areal nur durch das Vorbeifahren kennen und sich auf Grund fehlender Nutzungsmöglichkeiten für ihre Altersgruppe kaum auf dem Gelände aufhalten. Als Bausteine für einen Campus der Zukunft haben die Schüler z.B. eine Bibliothek als öffentlichen Lernort vorgeschlagen und Ideen für den Freiraum im Hinblick auf Treffpunkte, Sportnutzung und Arbeitsplätze im Grünen gesammelt. Um einen anregenden Lernort auf dem Areal entstehen zu lassen, bieten sich Schulen als Kooperationspartnerinnen in Zukunft an.

BOARD SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER


WERKSTATT BÜRGERINNEN UND BÜRGER
Am 23.04 brachten Bürgerinnen und Bürgern aus Coburg und der Region ihr lokales Wissen in der Werkstatt ein - aus Interesse an dem Standort und mit der Intention sich an dem Wandel vor Ort zu beteiligen. Angeregt durch die Reflexion der Entwicklungen auf dem Gelände entwickelten sich, aufbauend auf den Potentialen des Ortes, Ideen für einen Campus der Zukunft in Coburg. Besonders viel Potential wurde dem Freiraum entlang der Itz zugesprochen sowohl in der Erlebbarkeit als auch der Nutzung des Wassers sowie des Uferbereichs. Große Chancen sahen Teilnehmende zudem in der Mehrfachnutzung von Gebäuden und Freiräumen, um den Ort auch in den Abendstunden zu beleben und Räume für soziale Initiative zu ermöglichen. Zudem war temporäres Wohnen in Form eines Hostels Thema. Mehrmals angesprochen wurde die Umsetzung der Baustruktur in einer nachhaltigen Bauweise sowie der Gedanke das Areal als einen Lernort für die Transformation zu begreifen aber auch als Ausstellungsort, um das Wissen und die Innovationskraft der Hochschule sichtbar und erlebbar zu machen. Dabei stellt sich die Frage wie die experimentellen Räume, die es auf dem Areal im Moment gibt, erhalten werden können. Für die Umsetzung der Ideen wurden zahlreiche Komplizinnen aus der Coburger Gesellschaft ins Spiel gebracht, um gemeinsam ein Leuchtturmprojekt für Coburg entstehen zu lassen.

Board Bürgerinnen und Bürger


WERKSTATT UNTERNEHMEN
In der Zukunftswerkstatt für Unternehmen waren sowohl Handwerksbetriebe als auch kleine und große Unternehmen aus Coburg und der Region vertreten. Gemeinsam blickten die Teilnehmenden in der Phase der Reflexion auf die Potentiale des Ortes. Insbesondere der experimentelle Charakter des Ortes sowie die historische Bausubstanz wurde wertgeschätzt. In der Phase der Vision lag der Schwerpunkt auf Räumen, die von Unternehmen auf dem Campus genutzt werden können. Diskutiert wurde über Funktionen, die Innovationen möglich machen, ein Angebot für unterschiedliche Nutzerinnen bieten und Möglichkeiten der Begegnung aber auch des zurückgezogenen Entwickelns bieten. Das Bild eines Marktplatzes, der Wandel zulässt, Sichtbarkeit ermöglicht und durch eine städtebauliche Dominante Orientierung schafft, wurde aufgespannt. Mit dem Konzept der Schnittstellenorte, die über den Campus verteilt als Mittler zwischen Hochschule, Unternehmen und Gesellschaft agieren, wurde ein spannendes Konzept skizziert. In diesem Sinne wurde zudem für eine Anlaufstelle für Kontakt aus der Wirtschaft in die Hochschule hinein plädiert. Auch Ideen, wie die Bausteine umgesetzt werden können, wurden fleißig eingebracht. Dazu zählt sowohl der Gedanke, die Erschließung der Itz der Errichtung der Gebäude auf dem Areal vorzuziehen, um die Aufenthaltsqualität und Zugänglichkeit des Geländes zu steigern als auch unterschiedliche Formate und Möglichkeiten des Mitmachens für Unternehmen in dem weiteren Prozess zu ermöglichen.

BOARD UNTERNEHMEN


WERKSTATT POLITIK
In einer kleinen, aber feinen Runde wurde die Sicht von Politikerinnen und Politikern aus dem Coburger Stadtrat und dem Landtag auf die Entwicklung des Areals eingeholt. In der Phase der Reflexion wurden die Herausforderungen des Planungsprozesses hervorgehoben. Zudem wurde angemerkt, dass lange Zeit zu wenig auf dem Areal passiert ist. Für die zukünftige Entwicklung gibt es zahlreiche Visionen. Das Areal hat das Talent, als Aushängeschild für die Stadt Coburg zu fungieren und eine Öffnung der Hochschule zu Unternehmen und in die Gesellschaft zu ermöglichen. Die Bausteine sollen Einblicke in die Lehr- und Forschungsaktivitäten liefern, gerne auch digital. Zudem thematisierten die Teilnehmenden den Aspekt der Nachhaltigkeit, der in der Entwicklung in allen Schritten mitgedacht werden muss. In der Phase der Umsetzung wurde insbesondere darauf hingewiesen, den Fahrplan für die Entwicklung des Areals im engen Schulterschluss mit dem Ministerium zu erarbeiten. Außerdem wurde das Mitmachen im weiteren Prozess von den Teilnehmenden diskutiert. Insbesondere bei der Gestaltung des Freiraums wurde das Potential erkannt, viele Akteure miteinzubeziehen. Der Skepsis, das Areal auch in finanzieller Hinsicht koproduktiv zu entwickeln, steht die Idee der Bürgerstiftung gegenüber. Final wiesen die Teilnehmenden auf mögliche Kooperationen mit Coburger Stakeholder:innen hin und brachten den Vorschlag, den Namen des Areals durch einen Wettbewerb zu bestimmen, ins Spiel.
 

Board Politik


WERKSTATT STAKEHOLDER UND MULTIPLIKATORINNEN
Die bunte Mischung an Teilnehmenden hat sehr engagiert über die Zukunft des Areals nachgedacht. Rückblickend betrachtet wird vor allem das "Großstadtfeeling" auf dem Gelände und die anregende Atmosphäre geschätzt, die den Ort einzigartig in Coburg machen und eine Alternative zu klassischen Stadträumen bietet. Zahlreiche Idee konnten in der Phase der Vision platziert werden, darunter ein international house, z.B. im Zollamt, oder eine offene Bühne als Lernort. Der Faktor Zeit wurde über wachsenden Strukturen auf dem Areal thematisiert, die temporär entstehen können, um Nutzungen auf dem Areal zu testen. Zudem wurden zwanglose Begegnungsorte als sogenannte Dritte Orte ins Spiel gebracht und die Belebung des Campus thematisiert, der „nie ganz leer“ sein sollte. Des Weiteren wurden Maßnahmen für den Lärmschutz und die Gestaltung des Freiraumes angesprochen.  In der letzten Phase konnten pro Baustein zahlreiche Komplizinnen identifiziert werden. Die Teilnehmenden sahen für ihre Initiativen und Institutionen zahlreiche Anknüpfungspunkte sowohl um zukünftig weiter mitzudenken als auch aktiv mitzubauen. 
 

BOARD STAKEHOLDERINNEN UND MULTIPLIKATORINNEN


WERKSTATT VERWALTUNG
In der letzten Werkstatt durfte das Team der Zukunftswerkstatt Mitarbeitende aus der Verwaltung begrüßen und aus dem reichen Erfahrungsschatz rund um die Entwicklung des Geländes schöpfen. In der Retrospektive dienten als Türöffner unterschiedliche Zugänge. Dazu zähen Besuche im Schlachthof, geführte Spaziergänge über das Areal, Sichtbezüge beim Ankommen in Coburg und Entwurfspräsentationen der Hochschule. Den Blick in die Zukunft gerichtet wurde der Bezug zum Ort und der Geschichte hervorgehoben und über dessen Vermittlung diskutiert. Darauf aufbauend wurde über die Identität und Eigenart des neuen Campus gesprochen und die Frage in den Raum geworfen, was den Standort einzigartig macht - in Coburg und über die Stadtgrenzen hinaus. Zudem gilt es zukünftig Antworten für die Anbindung des Geländes zu finden. Dabei spielt die Anbindung zum Bahnhof und in die Innenstadt eine große Rolle. Die Strecke bietet sich an, um innovative Mobilitätsangebote für Coburg zu testen. Darüber hinaus haben die Teilnehmenden die andauernde Belebung des Ortes angesprochen, die sie als sehr wichtig erachten. Gleichzeitig wurde auf die fehlende kritische Masse an jungen Leuten in Coburg und auf eine Symbiose des Areals mit der Innenstadt verwiesen, um eine Konkurrenz zu bestehenden Nutzungen im Stadtkern zu vermeiden. In der Phase der Umsetzung wurde ein Region-Fond in Form einer regionalen Bürgerstiftung als Finanzierungsquelle angedacht. Die Teilnehmenden zeigten spannende Kooperationen aus der Vergangenheit auf, an die es anzuknüpfen gilt. Um die Aktivitäten von Morgen zu organisieren und koordinieren, braucht es einen Kümmerer, der für die Entwicklung des Areals brennt und durch Wirken weitere Mitstreiterinnen gewinnen kann. 
 

Board Verwaltung


Alle Infos zur Zukunftswerkstatt unter www.creapolis-coburg.de/mitmachen/zukunftswerkstatt